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  • Die Einsamkeit des Alleingängers: Das kleine Zelt von Thomas Ulrich vor dem Aufbruch zur „Arctic Solo“, dem Versuch der Durchquerung des Arktischen Ozeans von Sibirien nach Kanada. Kurz nach dem Start wird Ulrich von einem Sturm eingeholt und muss gerettet werden.
  • Beim Training auf dem Jenissej: Vor der „Arctic Solo“ testet Thomas Ulrich seine Windsegel, die er zur Unterstützung beim Gehen einsetzen wird, auf dem gefrorenen Fluss Jenissej in Nordsibirien.
  • Schnauzhaare wie Zündhölzer: Walrosse auf Franz-Josef-Land – die mächtigen Tiere flössen Ulrich und Ousland Respekt ein, so wie schon ihren Vorgängern, den Pionieren Nansen und Johansen. Auf den Spuren letzterer durchqueren Ulrich und Ousland die Inselgruppe.
  • Trainingseinheit: Die lange Wartezeit auf das Segelschiff, das sie heimbringen wird, beim Kap Flora im Südwesten von Franz-Josef-Land vertreiben sich Ulrich und Ousland unter anderem mit dem Training an einer mit Treibholz improvisierten Reckstange!
  • Der „Fettbär“: Dieser besonders gut genährte Bär besuchte Ulrich und Ousland in ihrem Camp beim Kap Flora. Bis zum Schluss der Expedition wurden die Eisbärenbesuche zu einem normalen Bestandteil der Tage.
  • Land in Sicht: Eva-Liv, die Insel von Franz-Josef-Land, wo Ousland und Ulrich vom arktischen Treibeis erstmals wieder an Land wechseln, ist im Hintergrund nahe. Aber bis zur Ankunft müssen sie sich durch heikelstes Gelände kämpfen …
  • Eischaos: Die letzten Kilometer vor Franz-Josef-Land – das Eis ist mit Wasser durchsetzt, die Fortbewegung ist eine Mischung aus Hüpfen, Schwimmen, Robben, und die starke Drift treibt die Abenteurer immer wieder vom Land fort.
  • Bitte lassen Sie uns in Ruhe: Um sicherer zu sein vor den Walrossen, bewegen sich Ulrich und Ousland im Wasser zwischen den Inseln von Franz-Josef-Land meistens im Katamaran, das heisst, sie binden ihre Kajaks zusammen.
  • Zeugnis früherer Zeiten: Auf Franz-Josef-Land finden Ulrich und Ousland Rentiergeweihe, letzte Überbleibsel, die beweisen, dass es hier einmal Rentiere gab. Sie sind längst ausgestorben.
  • Die perfekte Kugel: Auf Franz-Josef-Land gibt es an gewissen Stellen (hier auf der Northbrook-Insel) einzigartige, grosse Steine mit perfekter Kugelform.
  • Weiss in Weiss: Thomas Ulrich versucht, sich von einem Presseishügel aus einen Überblick über das Eis und den Weiterweg zu verschaffen. Es braucht sehr viel Hartnäckigkeit, um in der leeren und harten Landschaft der Arktis den Mut nie zu verlieren.
  • Kochen im Eis: Auf der „Arctic Solo“ hat Thomas Ulrich 30 Liter Benzin für 100 Tage dabei; der Brennstoff muss sehr sorgfältig abgefüllt und getrennt von der Nahrung auf dem Schlitten verstaut werden.
  • Der „Weckbär“: Eines schönen Morgens schaut Thomas Ulrich auf Franz-Josef-Land beim Klingeln des Weckers aus dem Zelt, und siehe da …
  • Vergangene Zeiten: Auf der Hoffmann-Insel (Franz-Josef-Land) wurde in den 1960er Jahren eine Polarstation betrieben. Ulrich und Ousland statten ihr einen Besuch ab.
  • Suche nach Verwertbarem: In der Tichaja-Bucht (Franz-Josef-Land) stehen die alten Hütten einer ehemals sehr wichtigen sowjetischen Polar- und Wetterstation; hier gehen Ulrich und Ousland auf die Suche und finden prompt alte Konservenbüchsen.
  • Segeln auf Franz-Josef-Land: Die Fortbewegung unterstützt von Windsegeln – hier über eine frisch zugefrorene Wasserrinne – ist sehr heikel, anstrengend und oft schlicht gefährlich; sie hilft aber beim Ziehen des schweren Gepäcks.
  • Die „Kuschelbären“: Diese Eisbärin mit ihren zwei Jungen scheute sich nicht vor einer nahen Kontaktaufnahme und näherte sich auf Franz-Josef-Land ohne grosse Scheu dem Kajak von Thomas Ulrich; er musste sie schliesslich mit einer Signalrakete verscheuchen.
  • Boot ahoi: Ulrich beim Durchsegeln der breiten De-Bruyne-Strasse vor der Northbrook-Insel, dem Ziel der Franz-Josef-Land-Expedition. Diese Überquerung hatte Ousland und ihm grosse Sorgen gemacht, erwies sich aber dank des offenen Wassers als relativ unproblematisch.
  • Am Ziel: Die schöne Landschaft beim Kap Flora auf der Northbrook-Insel; Franz-Josef-Land und seine Meerengen und Buchten sind weitgehend vereist, im kurzen Polarsommer zeigen sich aber einzelne Inseln in wunderschönen Farben.
  • Moose und Flechten: Endlich etwas Farbe nach dem vielen Eis des Arktischen Ozeans (beim Kap Flora, Franz-Josef-Land)! Hier endete auch die Expedition von Nansen und Johansen, nachdem sie 15 Monate zuvor zu Fuss von Nansens Schiff „Fram“ Richtung Nordpol aufgebrochen waren und dann bald den Rückzug nach Süden angetreten hatten.
  • Beim Aufbau des Eisbärenzauns: Am Abend errichten die Abenteurer einen mit Signalraketen versehenen Zaun um ihr Camp, um etwas ruhiger zu schlafen: Tritt ein Bär in den Zaun, löst er Rauch und Feuer aus und zieht sich mit grösster Wahrscheinlichkeit sofort zurück.
  • Bärenbarrikade: Wenn das Camp nicht mit vom Eisbärenzaun geschützt ist, wird es sonst verbarrikadiert, um Ruhe vor den Bären zu haben. Auf Franz-Josef-Land erhalten Ulrich und Ousland rund 30 Bärenbesuche!
  • Was gibt es zu (fr)essen: Der „Weckbär“ unterzieht das Material von Ulrich und Ousland auf Franz-Josef-Land einer eingehenden Inspektion, bevor er von den aufsässigen Menschen verscheucht wird …
  • Arktischer Katamaran: Ousland auf den zum Katamaran zusammengebundenen Kajaks, die bei der Franz-Josef-Land-Expedition zuerst als Schlitten für die Ausrüstung dienten. Auch wenn Ousland und Ulrich über robusteres und leichteres Material verfügten – in vielen Dingen ähnelte ihre Expedition jener ihrer illustren Vorgänger Nansen und Johansen, speziell in der Art der Fortbewegung.
  • Nach Hause segeln: Beim Kap Flora werden Ulrich und Ousland vom norwegischen Segelschiff „Athene“ abgeholt, das sie durch die Barents-See, mit einem kurzen Abstecher nach Murmansk, sicher nach Norwegen bringt.
  • Geduld, Geduld: Beim Kap Flora richten sich Ousland (links) und Ulrich auf die lange Wartezeit ein und vertreiben sich die Zeit unter anderem mit dem Kartenspiel, wobei ein Walwirbel als Spielfläche dient.
  • Klippen am Kap: Die beeindruckenden Klippen beim Kap Flora, an denen Tausende von Vögeln nisten.
  • Alkenquartier: An den steilen Vogelfelsen aus Basaltgestein von Franz-Josef-Land leben Tausende von Alken (Krabbentauchern).
  • Fragiles Leben: Eine kleine Möve auf Franz-Josef-Land.
  • Perfekte Choreographie: Detailansicht eines Vogelfelsen (Franz-Josef-Land) mit Hunderten von Alken, die den spärlichen Platz und die rauen Lebensbedingungen perfekt nutzen.
  • Allein: Thomas Ulrich trainiert mit seinem schweren Schlitten vor dem Aufbruch zur „Arctic Solo“ bei der Wetterstation Golomyannyi im nördlichsten Sibirien.
  • Schwimmen im eisigen Ozean: Die Überquerung einer frisch verschneiten Rinne auf der Franz-Josef-Land-Expedition; solche Stellen sind immer sehr heikel und machen einem bewusst, dass man sich nicht daheim im Schwimmbecken, sondern im Arktischen Ozean bewegt!
  • Harte Arbeit: Thomas Ulrich zieht seinen Schlitten durch das durch einen Eisbrecher frisch aufgeworfene Eis auf dem gefrorenen Fluss Jenissej in Nordsibirien (vor dem Aufbruch zur „Arctic Solo“).
  • Schutzmassnahmen: Børge Ousland tapt Thomas Ulrich Schienbeine und Füsse ab – das Ziehen der anfangs 170 kg Material pro Person (plus 25 l Benzin) hinterlässt sicht- und spürbare Spuren …
  • Viel Haut, wenig Fett: Gegen Ende der rund 100 Tage dauernden Franz-Josef-Land-Expedition hat Børge Ousland sichtbar viel Haut übrig!
  • Eishüpfen: Bei der Überquerung von der Hooker- zur Nansen-Insel (Franz-Josef-Land) üben sich die Polarfahrer im Hüpfen von Scholle zu Scholle; das Eis ist vom Wasser überschwemmt, seine Begehung sehr heikel.
  • Wie weiter: Ousland sucht mit dem Feldstecher einen gangbaren Weiterweg vor der Insel Eva-Liv, wo die zwei Abenteurer den Archipel von Franz-Josef-Land erstmals berühren werden.
  • Hier lässt es sich sein: Ein Walross breitet sich gemütlich auf einer Eisscholle (Franz-Josef-Land) aus und lässt sich durch die Anwesenheit neugieriger Polarfahrer keineswegs beeindrucken.
  • Endlich am Ziel: Beim Erreichen des Nordkaps in Nordnorwegen nach der Überfahrt mit dem Segelschiff von Franz-Josef-Land.
  • Historische Stelle: Ousland und Ulrich bei der Tafel beim Kap Flora (Franz-Josef-Land), die an das zufällige Zusammentreffen von Nansen mit dem britischen Forscher Jackson erinnert; Nansen und sein Begleiter Johansen kehrten mit Jacksons Schiff „Windward“ nach Norwegen zurück.
  • Eispuzzle: Vor Eva-Liv reisst das Treibeis immer mehr auf – der Übergang vom Arktischen Ozean auf das landfeste Eis vor Franz-Josef-Land wird zur heikelsten Stelle der ganzen Expedition.
  • Offenes Meer: Die letzten 9 km vor der Eva-Liv-Insel bewältigen Ousland und Ulrich mit ihren Kajaks im offenen Wasser, bevor sie die steile Eiskante und endlich das landfeste Eis vor der Insel erreichen.
  • Schöne Aussichten: Der Ausblick vom Vogelfelsen über dem Kap Flora und Osten, wo Ulrich und Ousland am Ende ihrer Franz-Josef-Land-Durchquerung herkamen.
  • Grün: Thomas Ulrich ist sich auf Franz-Josef-Land sicher – grün ist von nun an seine Lieblingsfarbe! Detail einer Mooslandschaft beim Kap Flora.
  • Lebenskünstler: Ein Polarfuchs auf Franz-Josef-Land, eines der wenigen Säugetiere, das sich perfekt an die harschen Lebensbedingungen der Arktis angepasst hat.
  • Eisbrei: Thomas Ulrich bezeichnet das Gemisch von Wasser und Eis, das sie vor Eva-Liv (Franz-Josef-Land) antrafen, als „richtiges Geschlabber“ – die Durchquerung dieser gefährlichen Passagen forderte den zwei Abenteurern alles ab. Auch Nansen und Johansen taten sich mit dem Übergang an Land besonders schwer.
  • Historische Lektüre: Ulrich und Ousland haben auf ihrer Franz-Josef-Land-Expedition die Berichte von der Expedition von Nansen und Johansen dabei, deren Spuren sie folgen. Es ist ungemein beeindruckend zu lesen, wie die Pioniere ihre fünfmal so lange dauernde Expedition bewältigten, ohne den Mut oder gar den Verstand zu verlieren.
  • Brüderliches Teilen: Die letzten Stücke des Kuchens, den Thomas’ Frau Åsta ihm auf die Franz-Josef-Land mitgegeben hat, werden millimetergenau ausgemessen und gerecht aufgeteilt …
  • An der Beach: Erholung im von der Sonne erwärmten Zelt (Franz-Josef-Land) – und die Wäsche trocknet von selbst!
  • Gute Karten: Zur Unterhaltung haben Ousland und Ulrich MP3-Player (mit Musik und Hörbüchern), ein Kartenspiel und etwas Lektüre dabei – doch der Lesestoff geht ihnen in den drei Monaten bald aus.
  • Frühlingsskitour: Auf Franz-Josef-Land ziehen die Polarfahrer den Schlitten auf der Jackson-Insel auf dem Landweg über einen Pass, um ein Kap einfacher zu umgehen – wie daheim im Frühling mit den Ski, allerdings mit mehr Gepäck!
  • Schuhgrösse 46: Eisbärenspuren zwischen den Ski (Franz-Josef-Land). Nansen und Johansen mussten auf Franz-Josef-Land überwintern und ernährten sich dort sieben Monate lang nur von Walross- und Eisbärenfleisch.
  • Der erste Bär: Die erste Bärenbegegnung, noch lange vor Franz-Josef-Land im Packeis des Arktischen Ozeans, ist ein spezieller Moment; danach werden die Begegnungen immer häufiger und gehören fast zum Alltag.
  • Arktische Landschaft: Ein Eindruck von Franz-Josef-Land (zwischen der Salisbury- und der Luigi-Insel). Die fragile Landschaft des Archipels wurde unter Schutz gestellt und kann so hoffentlich auch in Zukunft bewahrt werden.
  • Richtung daheim: Das Segelboot „Athene“ in der Barents-See; nach drei Monaten Entbehrungen und Strapazen geht es nach Hause – Familie, Freunde, Duschen, Massagen, Essen, Kino, und alles à discrétion … Wie hart muss es erst für die Pioniere Nansen und Johansen gewesen sein?

THOMAS ULRICH

100 Tage Abenteuer

Thomas Ulrich auf Eisscholle im sturmumtosten Polarmeer in Lebensgefahr - über die russische Nachrichtenagentur Interfax gelangte diese Nachricht in die Schweizer Presse. Auf einen Schlag interessierten sich alle Medien für Thomas Ulrichs viertägigen Überlebenskampf. Die halbe Schweiz nahm Anteil oder debattierte über Sinn und Unsinn einer solchen Expedition. Thomas Ulrich überlebte auf dramatische Weise, aber seine Karriere als Profiabenteurer hatte einen Tiefschlag erlitten. Hingegen war die Faszination der Arktis trotz schmerzlicher Erfahrung geblieben. Im Stillen, ohne Medienpräsenz, plante er seine nächste grosse Arktis Expedition.

Ein Jahr später, im Mai 2007, startete der Berner Oberländer zusammen mit dem Norweger Börge Ousland vom Nordpol Richtung Nordkap. Die Expedition führte auf den Spuren des legendären Polarforschers Fridtjof Nansen nach Franz-Josef-Land. Wie Nansen kämpften sich auch Ulrich und Ousland 1400 Kilometer mit ihren Kajaks durch Sturm und brüchiges Eis Richtung Süden. Hauptproblem der Expedition waren nicht die unzähligen Eisbären, sondern das zerrissene und fast unüberwindbare Treibeis vor Franz-Josef-Land. Tausend Abenteuer waren zu bestehen bis sie nach 100 Tagen an der Südspitze von Franz-Josef-Land ein Segelboot bestiegen, das sie zurück nach Norwegen brachte.


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